1. Vorbemerkungen, Warnungs- und Gefahrenanalyse

 

·         Vermeiden Sie ernsthafte Schäden und Verletzungen, indem Sie unsere Anweisungen strikt befolgen !

·         Mit der Montage, elektrischem Anschluss und Installation dürfen nur Personen betraut werden, die hierin vertraut und eingewiesen sind. Diese Personen müssen vom Unternehmer mit der Installation, Wartung und Betätigung beauftragt worden sein.

·         Der Bediener muss die einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften sowie die Bedienungsanleitung kennen und entsprechend unterwiesen worden sein.

·         Es dürfen nur einwandfreie AURAS-Tauchpumpen mit Originalbauteilen verwendet werden. AURAS-Tauchpumpen dürfen nur nach unseren Hinweisen eingesetzt werden. Im Zweifelsfall fragen Sie bei uns nach !

·         Für Schäden aufgrund Umbauten und Änderungen durch den Anwender an unseren Pumpen, sowie aufgrund von Verwendung von nicht Original-Ersatzteilen übernimmt die Auras Pumpen GmbH & Co. KG keine Haftung.

·         Die Pumpe darf nicht am Kabel gehoben werden !

·         Das Motorkabel muss immer auf äußere Beschädigungen überprüft werden !

·         Die Stecker müssen den Motorwerten entsprechen !

·         Die Drehrichtung muss überwacht werden !

·         Die Pumpe darf keinem Über- bzw. Unterstrom ausgesetzt werden.

·         Die Pumpe darf nicht unter Strom geöffnet werden !

·         Da es sich um eine mobile Tauchpumpe handelt, bitte auf die halbjährliche UVV-VBG 4 § 5 Prüfung achten ! Bitte sprechen Sie uns diesbezüglich an.

 

 

  1. Gerätebeschreibung

 

2.1               Zweckbestimmung:

Schmutzwassertauchpumpen der Marke AURAS sind mobile, voll flutbare Unterwasserpumpen für verschmutztes Wasser, teilweise Fäkalien (P 40 CS)

Einsatzgebiete: Grundwasserhaltung; Leerpumpen von Baugruben, Kellern, Teichen; zeitlich befristete Wasserhaltungen.

 

2.2               Materialien:

Motorgehäuse, Deckel etc. bestehen aus einem Sonderaluminiumguss;

Sieb, Bodenplatte, Rotorachse und sämtliche Schrauben aus rostfreiem Stahl.

Die dem Verschleiß ausgesetzten Teile sind mit extrem beständigem synthetischen Gummi geschützt.

Die Laufräder werden aus einem Sonderguss verschleißfester Ausführung hergestellt.

 

2.3               Schutz der Pumpe:

·         Drei Thermofühler, in Reihe mit der Schützspule geschaltet, schützen die Pumpe bei Überlast, falscher Drehrichtung und Überhitzung und gewähren eine Trockenlaufsicherheit.

 

2.4               Bauteile, Bedienelemente:

·         Die AURAS-Tauchpumpe wird komplett montiert, einsatzfertig geliefert nach VDE-Richtlinien.

·         Die Pumpe ist nach den VDE-Richtlinien im Rechtslauf geschaltet.

·         Bei allen Typen – außer P 220, P 220 A, P 60 ND, P 60 NDA, P 60 HD, P 60 HDA – ist ein Drehstromwendeschalter mit EIN/AUS angebaut.

·         Die Abgangsstutzengrößen 2“, 3“, 4“, 6“ sind den Durchflussmengen angepasst.

·         Der Automatikschalter (bei Automatikpumpen) kann wahlweise auf A = Automatik oder

C = Dauerbetrieb geschaltet werden.

 

2.5               Arbeitsweise:

Durch das Sieb am Pumpenunterteil wird das Wasser ins Laufrad gesaugt. Die Laufradschaufeln pressen das Wasser durch den Diffusor und an den Wänden des Motorgehäuses entlang zum Abgangsstutzen. Die vom Motor erzeugte Wärme wird vom vorbeifließenden Wasser abgeleitet (ausgenommen der P 40 CS).

Automatik-Arbeitsweise:

Die AURAS-Automatik arbeitet ohne bewegliche Teile. Die Überwachung des Wasserniveaus im Pumpenschacht wird von Elektroden übernommen. Der Steuerstrom beträgt 18 Volt. Auf dem Deckel der Pumpe befindet sich ein Umschalter, der es bei Bedarf ermöglicht, die Automatik auszuschalten, um die Pumpe im Dauerbetrieb ( C ) einzusetzen.

Externe Schwimmerschaltung möglich.

 

 

  1. Pumpeneinsatz

 

3.1               Stromanschluss:

Vor Inbetriebnahme der Pumpe ist auf jeden Fall zu kontrollieren, dass die Netzspannung mit der auf dem Typenschild angegebenen Spannung übereinstimmt.

Die netzseitige Sicherung muss unseren angegebenen Werten entsprechen.

Die zulässige Netzspannungsabweichung beträgt +/- 5 %.

Bei Betrieb mit einem Stromaggregat ist darauf zu achten, dass der Generator den Anlaufstrom erzeugen kann. Der Anlaufstrom kann bis zum dreifachen des Betriebsstromes betragen.

Um Schäden an der Pumpe zu vermeiden, darf erst eingeschaltet werden, wenn die Netzspannung und Netzfrequenz vorhanden ist. Bei Aggregatbetrieb muss die Pumpe vom Netz getrennt werden, bevor sie abgeschaltet wird.

 

3.2               Drehrichtung:

·         Die Drehrichtung des Motors muss vor jeder Inbetriebnahme, nach Phasenbruch und Stromausfall kontrolliert werden.

·         Hat die Pumpe eine falsche Drehrichtung, sinkt die Leistung der Pumpe und der Motor wird aufgrund strömungsdynamischer Ursachen überlastet.

·         Es ist schwierig, anhand der Durchflussmenge des Wassers die Drehrichtung zu bestimmen.

 

3.3               Kontrolle der Drehrichtung:

Bei Automatikpumpen den Schalter auf Position C stellen. Die Pumpe etwas schräg stellen und den Strom einen Augenblick einschalten. Wenn die Drehrichtung in Ordnung ist, soll die Pumpe gegen den Uhrzeigersinn (Richtung des Startruckschildes) spürbar und sichtbar anrucken. Bei falscher Drehrichtung zwei Pole vertauschen – bezieht sich nicht auf 220 Volt-Pumpen.

 

3.4               Handhabung:

Die Pumpe darf nur am Tragbügel angehoben, bzw. in die Baugrube abgelassen werden.

Es ist verboten, die Pumpe am Kabel oder Schlauch zu heben, da ein Kabelbruch und ein völliger Betriebsausfall, bzw. Motorschaden entstehen kann.

 

 

3.5               Aufstellung:

Die Pumpe sollte im Wasser nicht auf Sand- oder Lehmböden stehen, da sie sich selbst in den losen Boden eingräbt. Am besten 2-3 cm über dem Boden aufhängen oder auf einen festen Gegenstand stellen. Damit wird auch unnötige Abnutzung der Verschleißteile vermieden.

 

3.6               Temperaturen:

Das zu pumpende Wasser darf eine Temperatur von 35° C nicht übersteigen.

Solange die Pumpe unter Wasser ist und gänzlich unter Wasser, ist sie frostbeständig. Wird sie aus dem Wasser gehoben, besteht die Gefahr, dass das Laufrad durch Eisbildung blockiert wird.

Die Pumpe sollte unter Wasser erst auftauen, bevor neu gestartet wird.

Zum Auftauen niemals offenes Feuer benutzen.

 

 

3.7               Tauchtiefe:

Die Pumpe sollte nicht mehr als 10 Meter unterhalb der Wasseroberfläche versenkt werden. In speziellen Fällen kann die Pumpe jedoch nach Rückfragen bei Auras Pumpen tiefer arbeiten.

 

3.8               Reinigung:

Nach Gerbrauch sollte die Pumpe mit klarem Wasser gespült werden, damit Zement und Lehm nicht festtrocknen können und eventuell das Laufrad blockiert wird.

 

3.9               Aufbewahrung:

Bei Betriebsunterbrechung ist die Pumpe trocken zu lagern.

 

 

  1. Inspektion

 

4.1               Routinemäßige Überholung:

Ist die Pumpe neu oder sind die Dichtungen nach einer Überholung neu, sollten die

Dichtungen nach zwei Wochen Dauerbetrieb kontrolliert werden.

Bei Dauerbetrieb in reinem Wasser alle zwei Monate Kontrolle der Dichtungen, in stark

verschmutztem Wasser jeden Monat.

 

4.2               Kontrolle der Dichtung:

Die Ölschraube am Pumpengehäuse ist zu entfernen. Die waagrecht liegende Pumpe

dann so drehen, dass das Ölloch nach unten zeigt. Das Öl in einem Behältnis

auffangen. Wenn nur Öl ausläuft, ist die Dichtung in Ordnung. Es ist auch zu kontrollieren,

ob sich die Ölmenge nicht nennenswert verändert hat. Hat das Öl einen hellen

gelbbraunen Farbton und ist zähflüssig oder ist eine Wasserabsonderung deutlich

sichtbar, muss die Dichtung geprüft und das Öl gewechselt werden. Das Öl ist nach zwei

Wochen nochmals zu überprüfen. Die Unbeschädigtheit des Dubo-Ringes ist

festzustellen und die Ölschraube muss fest angezogen werden.

 

4.3               Öl- und Ölstandskontrolle:

Monatlich; Automatikpumpe alle zwei Monate. Sonst wie unter Punkt 4.2.

 

4.4               Verschleißkontrolle:

Es ist zu kontrollieren, dass Laufrad, Diffusor, Schleißfutter und Laufraddeckel nicht verschlissen sind. Durch regelmäßige Feineinstellung verlängert sich die Lebensdauer des Laufrades und Diffusors. Zu großer Schlupf zwischen Laufrad und Diffusor sorgen für erhöhten Verschleiß.

 

4.5               Motorkabelkontrolle:

Das Motorkabel darf nicht beschädigt sein, da sonst Wasser innerhalb des Motorkabels bis in den Pumpenkopf vordringen und Betriebsstillstand und Motorschaden entstehen kann.

 

 

  1. Störungssuche

 

5.1               Bei der Fehlersuche sind die gültigen elektrischen Sicherheitsvorschriften zu beachten.

 

5.2               Bei eventuellen elektrischen Fehlern ist ein Fachmann hinzuzuziehen.

 

5.3               Ungenügende Leistung:

Laufrad und/oder Diffusor sind abgenutzt oder falsche Drehrichtung oder stark geknickter Schlauch oder zu lange Schlauchleitung.

 

5.4               Pumpe startet nicht:

Bei der Automatikpumpe Schalter auf Position C stellen , Netzspannung und Sicherungen kontrollieren, Kabel und Stecker kontrollieren, Stromkreis unterbrechen. Deckel abheben und alle Stromleitungen kontrollieren. Stromkreis wiederherstellen und mit einem isolierten Schraubenzieher Kontakt wieder herstellen. Startet die Pumpe nicht, sind die Befestigungsschrauben am Schaltschütz auf Wackelkontakt zu überprüfen; ebenso die Kontaktfinger. Eventuelle andere Wackelkontakte beseitigen.

 

5.5               Automatikfehler:

Schmutz wie Zement oder Kalk im Elektrodenschlitz im Motorgehäuse.

 

5.6               Wasser im Deckel:

Beschädigtes Kabel, defekte Kabeleinführung, O-Ringdichtung zwischen Motorgehäuse

und Deckel beschädigt.

 

5.7               Wasser oder Öl im Motorgehäuse:

Dichtungseinheit defekt, Simmering zwischen Ölgehäuse und Motorraum defekt.

 

5.8               Wasser im Öl:

Dichtungseinheit defekt.

 

 

  1. Reparaturempfehlungen 

 

6.1               Bei Elektroarbeiten immer einen Fachmann hinzuziehen.

 

6.2               Ölmenge:

P 220 / P 20 = 0,25 Liter

P 30 / P 40 / P 40 CS = 0,30 Liter

P 60 = 2,30 Liter

 

6.3               Montage Gleitringdichtung:

Immer Montagehülse zur Vermeidung von Beschädigungen am Faltenbalg der Gleitringdichtung verwenden.

 

6.4               Montage Klemmbüchse:

Mit Imbusschlüssel und Hammerschlag die Klemmbüchse gegen Rotor und Laufrad justieren, dann mit einem Drehmomentschlüssel festziehen.

P 220 / P 20 = 25 Nm

P 30 / P 40 / P 40 CS = 65 Nm

P 60 = 100 Nm

 

6.5               Beim Prüfen der Leistung sollte die max. Förderhöhe +/- 10 % erreicht werden. Damit ist gewährleistet, dass Laufrad und Diffusor richtig eingestellt sind.

Deckelsicherheitsschraube nur mit einem Sonderwerkzeug lösen.

 

 

 

 

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